„Entweder du unterstützt diese Maßnahme vollständig, oder dir ist das Problem egal.“
Warum das Argument nicht trägt
Die künstliche Auswahl erzeugt Druck und moralische Eindeutigkeit. Eine Entscheidung kann jedoch mehrere Ziele, Kompromisse und Unsicherheiten enthalten.
Nicht vorschnell etikettieren
Manchmal gibt es tatsächlich nur zwei relevante Möglichkeiten, etwa bei klar definierten logischen Alternativen. Der Fehlschluss liegt in der unbegründeten Verengung.
Bevor du antwortest
- Welche dritte oder vierte Option ist denkbar?
- Sind die beiden Optionen wirklich vollständig und gegenseitig ausschließend?
- Kann man dem Ziel zustimmen, aber das vorgeschlagene Mittel ablehnen?
Sachlich reagieren, direkt verlinken
Wähle einen Ton, passe den Text bei Bedarf an und kopiere ihn zusammen mit dieser Erklärung. Die Formulierungen kritisieren das Argument – nicht die Person.
Verwandte Denkfehler
Nachvollziehbar statt nur behauptet
Die Einordnung stützt sich auf Fachliteratur und redaktionell geprüfte Referenzen. Begriffe aus der informellen Logik sind kontextabhängig: Ein Etikett ersetzt nie die Prüfung des konkreten Arguments.
Fachlich geprüft: · Nächste Prüfung bei relevanten neuen Quellen oder spätestens nach zwölf Monaten.
Der Begriff beschreibt ein Argumentationsmuster, keine vollständige Bewertung einer Person oder Debatte. Kontext und stärkste faire Interpretation bleiben entscheidend.
So arbeitet die Redaktion